Indigo Kinder in unserem Schulsystem
Ist ihr Kind ein Indigo? Sind Sie ein Indigo? Wie erkennt man ein Indigo-Kind; was ist ein Indigo Kind? Lebt in ihrer Nachbarschaft eines von diesen ‚neuen Kindern’?
Der kurze Selbsttest am Ende kann schnell Klarheit verschaffen. Zuvor aber einige Überlegungen, warum eine sorgfältige Selbsteinschätzung des Kindes in der Schule lebensnotwendig, ja sogar überlebensnotwendig, sein kann.
Denn, nachdem es durch die Pisa-Studie und ähnliche Überprüfungsmethoden unserer ‚Standardschulen’ immer offensichtlicher wurde, dass Schule in der jetzigen Form ihrem Auftrag nicht mehr gerecht wird, muss die Frage nach dem Bildungsauftrag der Schule differenzierter gestellt werden.
Wer sind die Schüler, welche auf unseren Schule in der täglichen Auseinandersetzung mit Lerninhalten, Noten, Lehrern, Klassenkameraden – verlieren oder gewinnen?
Warum gibt es immer mehr ADS oder ADHS - Kinder? Wer sind sie? Wo sind sie? Und was ist ihr Lebensplan für eine gemeinsame Zukunft, dass sie mit so massiven Verhaltensauffälligkeiten auf sich aufmerksam machen und Schule sogar unmöglich machen?
In einer Studie der Krankenkassen wurde fest-gestellt, dass im Jahr 2009 bei fast 4% mehr Kindern bundesweit die Wirkstoffe Metylphenidat und Atmoxetin verabreicht wurden (enthalten z.B. in den Medikamenten Ritalin, Concerta, Medikenet u.a.). Laut Studie sind dies fast 52% mehr
Schulpflichtige als 2005, die mit diesen besonderen ‚Lern-Drogen’ in die Lage versetzt werden sollen, dem Unterricht folgen zu können – ohne zu stören, bzw. aufzufallen, bzw. ausfallend zu werden.
Nun ist sicher nicht Ziel dieser Ausführungen, aus jedem verhaltensauffälligen Kind ein Indigo Kind machen zu wollen – aber ist es nicht erstaunlich, dass innerhalb von so kurzer Zeit die Notwendigkeit von ‚Psychostimulanzien’, wie man diese Wirkstoffgruppe auch bezeichnet, in derart rasantem Tempo zunimmt? Die Anzahl der Kinder, welche trotz intensiver Beschulung und Schulpflicht kaum mehr richtiges Lesen und Schreiben lernen und auch in den Grundrechenarten schon frühzeitig scheitern, steigt stetig.
Ein Kind lernt am besten,
wenn es selbst tätig ist und selbst denkt.
Jean Plaget
Dieser Ansatz wird besonders in Montessori und Waldorf Schulen beherzigt. In den so genannten Regelschulen wird jedoch noch immer der Frontal-Unterricht durchgeführt. Worauf wollen uns all die Kinder, die mit ADS und ADHS Symptomatik auffällig werden, aufmerksam machen?
In meiner täglichen Praxis, der Lernberatung, werde ich häufig gefragt: „Was muss das Kind tun, um klarzukommen? Wie kann mein Kind sich ändern, damit es in der Schule erfolgreich wird? Warum kommt mein Kind in der Schule nicht klar, ist es zu dumm?“
Bei den Kindern aber, die ich mit ‚so genannten’ Lernblockaden kennen lerne, muss ich in den meisten Fällen feststellen: es sind gerade die intelligenten Kinder, die durch selbständiges Denken und eigene Wertesysteme in Erscheinung treten, die in der Schule mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Warum sollen da die einzelnen Kinder ‚zurechtgebogen’ werden, wenn doch eindeutig das System die Mängel aufweist?
Durch immer größer werdenden Druck wird das Schulsystem als solches sicher eines Tages aufgeweicht werden, damit Kinder mit der ihnen verliehenen Intelligenz in den Schulen nicht zu nur Wissens-Robotern gemacht werden. Leider ist diese erkennbare Verhaltensauffälligkeit (Nebenwirkung) bei Kindern, die obige ‚Lern-Drogen’ einnehmen, schon erkennbar: Kinder werden Wissens-Roboter mit egozentrischem Verhalten.
Dies erinnert mich übrigens an den Film: „Der Goldene Kompaß“ mit Nicole Kidman. In diesem Film werden Kinder von ihrer Seele getrennt, damit sie besser manipulierbar sind für Regierungen, die deren Ausbeutung und Benutzung im Sinn haben.
Wie überleben
die Kinder unser Schulsystem,
bis es sich (weiter-)entwickelt hat?
Unser Gehirn ist nämlich für wesentlich umfang-reichere geistige Leistungen angelegt, als lediglich angehäufte Fakten abzuspulen und in einem vorge-gebenen Zeitrahmen diese wiederzugeben. Dennoch basiert das Schulsystem noch immer auf einer wild angehäuften Menge von Spezial-Wissen, welches den Menschen dann wohl in die Lage versetzen soll, intelligent und individuell diese Fakten zu vernetzen und damit eine solide Grundlage für die Zukunft des Menschen und dessen Arterhaltung zu gewährleisten.
Politiker, Menschen der Wirtschaft und Wissenschaft wissen aber längst, dass die Herausforderungen der Zukunft nicht durch immer mehr ‚Know How’ sondern durch immer deutlicheres ‚Know What’ beantwortet werden müssen.
Und dieses rechte Wissen, ‚Was’ zu tun ist in Zukunft, kann nur aus dem Menschen selbst heraus entstehen. Der ‚Indigo’ ist ein solcher zukunftstragender Mensch, der aus sich selbst heraus über ein Wissen verfügt, welches in Schulen bislang weder bemerkt und berücksichtigt wird, noch dort gelehrt werden kann.
Die Zukunft der Schulen wird nach meiner Einschätzung so aussehen müssen, dass die Lehrer von den Schülern geleitet werden und erst wenn
ein Mensch (Schüler) seine ‚innere Wahrheit lee(h)ren’ kann – kann dies in die Welt gebracht werden und dadurch schließlich auch Neues ins Leben fließen lassen.