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Teil III – Ein Besonderer Bewusstseinszustand


Teil II dieser Reihe lud zu einem Exkurs in die Parapsychologie ein. Der animistische Ansatz der Parapsychologie, sowie die Tiefenpsychologie C. G. Jungs, bieten ein wissenschaftlich fundiertes Erklärungsmodell für mediale Fähigkeiten und andere Formen der außersinnlichen Wahrnehmung. Teil III setzt sich mit dem Umgang mit medialer Wahrnehmung auseinander und unterstreicht die Bedeutung des Erlernens von Meditations- und Entspannungstechniken als Voraussetzung für die mediale Arbeit (um die richtige Gemütsverfassung und einen besonderen Bewusstseinszustand für mediale Wahrnehmung erreichen zu können).


Ein besonderer Bewusstseinszustand:
Hypnose und Meditation …

Wie in Teil I schon erwähnt, soll die mediale Veranlagung potentiell in allen Menschen vorhanden sein, wenn auch noch weitgehend unentwickelt. Wenn alle Menschen diese Fähigkeiten besitzen, aber nur wenige sie wirklich vollständig, gleich bleibend und wirksam einsetzen können, ist das ein Indiz dafür, dass der Mensch diese Fähigkeiten durch gezielte Übung und Praxis weiter ausbilden und verfeinern kann. Die mediale Wahrnehmung zeigt sich dann, wenn geeignete Bedingungen herrschen. Eine geeignete Bedingung ist u. a. der „besondere Bewusstseinszustand“. Der besondere Bewusstseinszustand, der im Folgenden behandelt wird, ist der Zustand der inneren Ruhe und Leere.

Um diesen zu erlangen, ist ein Zustand emotionaler Losgelöstheit und eine Haltung des passiv abwartenden Betrachtens nötig. Im Idealfall ist es ein Zustand zwischen Wachen und Schlafen (der so genannte Alpha-Zustand), bei dem der letzte Gedanke reglos im Mittelpunkt der ungeteilten Aufmerksamkeit steht, bis er verfliegt und von der eintreffenden Antwort abgelöst wird. Der richtige Weg hierzu, ist „zu vergessen“ zu denken! Hypnose, Meditation und Autosuggestion bieten geeignete Möglichkeiten, die eigenen Bewusstseinsgrenzen zu erkennen und zu erweitern. Hypnose, besonders die Fremdhypnose ist ein hervorragendes Mittel, um diesen Zustand zu erreichen. Vor zweitausenddreihundert Jahren schrieb Platon in seinen Phaidros: Wenn der Mensch bei Bewusstsein sei, habe er keine echte oder inspirierte Intuition, sondern eher, wenn die Kraft des Geistes im Schlaf oder durch Krankheit gefesselt sei. Hypnose hat jedoch den Nachteil, dass man einen Mitarbeiter, einen Hypnotiseur, benötigt, was nicht immer möglich oder praktikabel ist.

In diesem Artikel nun richtet sich der Blick auf die Meditation als geeignete Methode: Man kann sie relativ leicht erlernen und zu jeder Zeit, die einem passt, in Ruhe allein üben. Während die hypnotisierte Person ihre Aufmerksamkeit auf die Stimme des Hypnotiseurs konzentriert, richtet man sie bei der Meditation auf einen beliebigen Gegenstand der eigenen Wahl. Gegenstand der Meditation wiederum mag Gott, das eigene Herz, rhythmischer Atem, Liebe, Heilung, u.v.m. sein.

Meditation ist eine über Jahrtausende hinweg erprobte und immer wieder verbesserte Praxis, bei der es zu einer Umschaltung des Bewusstseins kommt. Auch wenn das persönliche Ziel nicht die Erweiterung der medialen Wahrnehmung ist, wirkt sich regelmäßiges Meditieren in vielen Lebensbereichen positiv aus. Bhagwan Shree Rajneesh, besser bekannt als Osho, schrieb „Der Zweck des Lebens ist Bewusstwerdung.“ Wer meditiert, verlässt die gewohnte Ebene des Wachbewusstseins und begibt sich in bisher unerforschte Gebiete seiner Persönlichkeit, was bedeutet: Das Bewusstsein wird während der Meditation gleichzeitig erweitert, vertieft und erhöht. Meditative Zustände sind uns allen bekannt, aber die Hektik unseres modernen Lebens verdrängt sie. Der alltägliche Leistungsdruck hindert uns daran, zu uns selbst zu finden, unsere Mitte zu spüren. Dies führt zu einem Zustand der inneren Unruhe und Stress, was sich möglicherweise negativ auf unser Gemüt und unsere Gesundheit auswirken kann.


Wieso Meditation so wichtig bei dem Erlernen von ASW ist …

Unruhige, erregte Gedanken machen jede Meditation fast unmöglich. Am Beginn der Meditationsübungen fällt es vielen Menschen schwer, störende Gedanken auszuschalten. Es gibt sehr viele Formen der Meditation, von stillen bis zu aktiven. Zu den stillen Formen gehören u. a. Atemübungen, Chakren-Meditation und Zazen, während Sufi-Tanz, Kundalini- und Dynamische-Meditation zu den eher aktiven Formen gehören. Für jede Persönlichkeit, spirituelle Überzeugung und sogar jede Tagesverfassung gibt es eine passende Form. Die Form der Meditation ist nicht das Wesentliche, sondern die Praxis an sich. Ob die Meditation allein oder in einer Gruppe praktiziert wird, hängt von den vorhandenen Möglichkeiten und den eigenen Vorlieben ab. Mit regelmäßiger Übung und der dadurch gewonnenen inneren Gelassenheit wird es zunehmend leichter immer rascher einen Zustand der inneren Entspannung und Leere zu erlangen.

Die Konzentration auf das eigene innere Ich hat einige besondere Vorteile: Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Inneres richten, tragen Sie automatisch dazu bei, die Isolierung von der Außenwelt herzustellen. Dies führt zu einem Zustand der Ruhe und Gelassenheit im Alltag. Menschen, die regelmäßig meditieren, behaupten von sich, dass sie klarer denken und fühlen können und sich insgesamt glücklicher fühlen, als zu Zeiten in denen sie nicht meditiert haben. Nach und nach werden Sie dann alle körperlichen Empfindungen vergessen und Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit ausschließlich auf den Gegenstand Ihrer Konzentration richten. In Bezug auf mediale Wahrnehmung heißt es, dass wir durch Meditation immer mehr in die Lage versetzt werden, die eigenen Gedanken, Körperwahrnehmungen und Wünsche von echten medialen Wahrnehmungen zu unterscheiden.


Ein Beispiel bei einer Heilsitzung …

Eine Frau kommt zu einer „Geistheilungssitzung“. Sie beschwert sich über starken Energieverlust, Kälte und Schmerzen im unteren Rücken (die Klientin wird aufgefordert, sich zu setzen). Während die Heilerin sich auf die Aura der Klientin und die Frage nach dem Auslöser der Beschwerden konzentriert, „schickt“ sie einen einzigen intensiven Gedanken „aus“ (z.B. „Was ist der Auslöser der Schmerzen?“). Dann „verfliegt“ sogar dieser Gedanke, bis der Geist völlig leer wird. Wenn dieser Zustand innerer Leere erreicht ist, „wartet“ die Heilerin auf die ASW-Eindrücke, die als Antwort auf die Frage eintreffen (sollen). Je nach „Sinnespräferenz“ (visuell, kinästhetisch – über den Körper wahrnehmend, akustisch, hellwissend usw.) der Heilerin werden die Eindrücke „vermittelt“.

Bei diesem Beispiel, könnte die (mediale) Wahrnehmung der Heilerin auf das Steißbein der Klientin gelenkt werden; z.B. durch eine Verdunklung der Aura in diesem Bereich, oder indem die Heilerin eine kinästhetische Wahrnehmung von Schmerzen im eigenen Körper bekommt und „spürt“, dass die Klientin ein Trauma erlitten hat bei dem das Steißbein verletzt wurde. Die Heilerin kann ihre Wahrnehmungen aussprechen und fragen, ob die Klientin einen Unfall hatte. In diesem Beispiel gibt die Klientin an, dass sie mit 14 Jahren einen Sportunfall hatte. Mit dieser Bestätigung kann die Heilerin die Heilenergie präziser auf die richtige Körperstelle lenken.

 

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