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Süchtig - oder doch lieber frei sein?

von Michaela und Dirk Reichel, Naturheilpraxis, Aachen


Liebgewonnene Gewohnheiten


Viele Menschen in der heutigen Zeit gehen mindestens einer ungesunden Lebensgewohnheit nach, wie z.B. übermäßigem Essen, Kaffee, Rauchen, Alkoholgenuss. Diese Muster entstehen zunächst, weil man sich vielleicht etwas Besonderes gönnen möchte, abschalten, genießen, vergnügen, zu Ruhe kommen oder auch für intellektuelle Leistungssteigerungen. Dabei bedenkt man meistens gar nicht, dass man sich im Grunde eigentlich damit schadet. Nun gut, kein Mensch lebt heutzutage 100% gesund. Aber wenn dieses „sich etwas gönnen“ zur Gewohnheit wird, wenn es nicht mehr bewusst erlebt sondern vielmehr wie ein unbewusstes Ritual im Alltag integriert wurde, sollte man einmal schauen, ob sich hinter der lieb gewonnenen Gewohnheit vielleicht eine Sucht versteckt.


Gewohnheiten oder Sucht?


Sucht bedeutet Abhängigkeit, abhängig von Stoffen, Gefühlen oder Situationen. Ausdrücke wie: „Ich kann nicht ohne“, „Ich fühle mich leer“ oder „Ich habe keine vollständige Persönlichkeit, es fehlt was“, trifft man häufig an, und die Sucht ist dazu da, die Leere oder Ohnmacht zu füllen. Diese Lücke wird zwar zeitbegrenzt durch die körperliche Einnahme oder Handlung gefüllt, aber schon kurz nachdem der Körper die eingenommen Stoffe verarbeitet hat oder die Handlung beendet wurde, entsteht die Lücke wieder neu und fordert nach einer Wiederholung. Der Mechanismus der Abhängigkeit tritt ein. Sucht kann viele Gesichter haben. Nicht nur die Klassiker Nikotin-, Drogen- oder Alkoholkonsum sondern auch Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen (z.B. Bulimie), Verhaltensstörungen (z.B. Kleptomanie, Neurosen, exzessiver Konsum) sind heutzutage in allen Gesellschaftsschichten zu finden.
 

Rauchen –
Ein „Ex-gesellschaftsfähiger“ Suchtvertreter


Rauchen hat eine sehr lange Tradition in allen Gesell-schaften, z.B. bei den alten Ägyptern sowie in der jüdischen und griechischen Kultur. Die Vorfahren der Indianer betrachteten den Tabak als Geschenk der Götter und als eine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Medizinmänner trockneten die Blätter und entzogen ihnen somit das seelische Wasserelement. Durch das anschließende Verbrennen im göttlichen Feuer, verloren die Blätter das ebenfalls materielle Erdelement und stiegen als Luftelement in Form von Rauch wieder zu den Göttern auf – ein klassisches Opfer, welches heutzutage auch noch in anderen Kulturen wie z.B. bei den Hindus in Indien wiederzufinden ist. Auch im Christentum wurden von Beginn an Rauchrituale, u.a. mit Weihrauch, durchgeführt, die bis heute fester Bestandteil bestimmter Feierlichkeiten sind. Der Tabak wurde im Laufe der Geschichte immer wieder zum Symbol für Genuss, Luxus und Freiheit, zeitweise wurden ihm sogar große Heilkräfte zugesprochen.

Der große christliche Heiler Daskalos (Der Magus von Strovolos) sprach bei Süchten vom Erschaffen von Wesenheiten, sog. „Entitäten“. Diese ernähren sich von den Gewohnheiten des Süchtigen, z.B. vom Rauchen, und veranlassen diesen vermehrt dazu. Auch die Schamanen kennen diesen Mechanismus und trennen die Energiewesen vom Süchtigen, um sein Verlangen zu senken. Ist allerdings – wie meistens – ein Kompensationsmechanismus im Menschen vorhanden, muss zur richtigen Befreiung auch dieser aufgelöst werden, damit es nicht ein anderes, neues „Hobby“ in der Zukunft gibt.


„Hunde und Raucher
müssen draußen bleiben“


Von der einstigen Begeisterung am Tabak ist heute nichts mehr zu erkennen. Die medizinischen Folgen des Tabakkonsums, die von Durchblutungsstörungen, Bronchitis bis zu Raucherbeinen und Lungenkrebs reichen, sind hinreichend bekannt. Auch das heutige Bild eines Rauchers ist vollkommen anders als die von der Werbung jahrelang viel gepriesene Freiheit und soziale Kontaktgarantie. Er steht alleine vor einem Gebäude oder Restaurant, manchmal eingesunken und zitternd vor Kälte, ausgeschlossen von der Gesellschaft wie ein Hund, der draußen bleiben muss.

 „Ich muss schnell eine rauchen gehen“. Ein oft gehörter Satz, der die Situation eines Rauchers deutlich macht: auf der einen Seite das unbezwingbare Nikotinverlangen und auf der anderen Seite der zeitliche und soziale Druck, verstärkt durch die inzwischen schwindende Akzeptanz der „neuen Nichtraucher-Gesellschaft“.

Zahlreiche Raucher, die einen gewissen Grad an Bewusstsein erfahren und leben, fragen sich irgendwann im Laufe ihres Raucherlebens: „Wie kann ich aufhören?“ Einige müssen dabei feststellen, dass es problematisch ist, ohne Hilfe diesen Schritt zu schaffen.


Gründe fürs Rauchen
sind Gründe zum Aufhören


Rauchen steht nicht nur für Genuss, sondern auch mit dem Essen in direkter Verbindung. Das Nikotin beeinflusst den gesamten Verdauungsapparat, indem es u.a. den Stuhlgang anregt. Viele Raucher greifen deswegen gerne zur „Verdauungszigarette“. Auf die seelische Ebene übertragen fungiert hier die Zigarette als Symbol für das Loslassen von Altem und für Reinigung. Mit der Zeit geht dann ohne dieses Ritual am stillen Örtchen gar nichts mehr. Auch die Verdauungssäfte werden mit jeder Zigarette angeregt, unabhängig vom Essen. Der Magen schüttet aufgrund des Reizes Magensäure aus, anstatt Essen kommt jedoch nur ein wenig Rauch an, und die Magensäure greift mangels anderem die Magenwände an, was zu unhübschen Magen-, Zwölffingerdarmge-schwüren (Das sind Löcher, keine Wucherungen!) später dann vielleicht sogar zu Magenkrebs führen kann. Die vielbewährte Beruhigungszigarette deckelt so die nicht ausgelebten Emotionen oder Belastungen und „man frisst es in sich hinein“, bis es irgendwann den Körper auffrisst.  

Ein Raucher kann Essen auch durch Rauchen ersetzen, ja sogar Liebe wird ersetzt. Zigaretten bedeuten für Raucher Lustbefriedigung und Süßigkeitenersatz, was sich positiv auf die Figur auswirkt. Weiterhin erhöht Rauchen den Stoffwechselgrundumsatz um 10%. Grund dafür ist vermutlich der Dauerstress des Körpers, denn die stetige Rauchvergiftung kostet den Körper große Energiemengen und führt so zu einer früheren körperlichen Erschöpfung. Um den Erschöpfungszustand durch das Nikotin aufzuputschen, raucht man dann die Nächste, und der Teufelskreis funktioniert bestens.

Nebenbei reduzieren sich durch die Überreizung des Rauches auch die Geruchs- und Geschmacksempfind-lichkeit, aber auch der Seh-, Gehör- und Tastsinn werden in Mitleidenschaft gezogen. Durchblutungsstörungen von Gewebe und Haut können auftreten bis hin zu Netzhautschäden.

Kurzum: Der generelle hohe Energieverbrauch und die bedeutsame Sinnesabstumpfung spiegelt sich auch im Seelenempfinden wieder, man spürt weniger Energie, verliert ihre Sensibilität, stumpft ab. Gerade bei spirituell offenen und aktiven Menschen ist dies ein guter Grund, einmal ihre liebgewonnenen Gewohnheiten zu überprüfen.


Raus in die Freiheit!


Viele Raucher haben Schwierigkeiten, positive Motivationen für ihren Wunsch aufzuhören zu formulieren. Angst vor Krebs, ärztliche Empfehlungen oder ein ständig nörgelnder Partner werden oft genannt. Doch gerade die positiven Motivationsmöglichkeiten schaffen Raum und Kraft, diesen Schritt in Angriff zu nehmen.

Befragen Sie einmal Ihre Seele oder Ihr Unbewusstes dazu, es wird ihnen bestimmt gute Tipps geben. Denn: „Lösen Sie die Probleme die Sie kompensieren, löst sich das Verlangen auf!“ Machen Sie Ihr Unbewusstes zu Ihrem Partner, dann lösen sich auch andere verzwickte Situationen, aus denen vorher kein Ausweg schien. Teufelskreise wie Stress-Gelddruck-Arbeit-Zeitmangel u.ä. können auf völlig neue Art beleuchtet und durchbrochen werden. Auf solche Lösungen kommt man ohne sein Unbewusstes nicht. So kann man dann die Ausrede „geht nicht, weil ...“, auch hinter sich lassen und seine Freiheit zurückgewinnen.


Eine aktive Hilfe an Ihrer Seite


Im Zeitalter von Nichtraucherbüchern, Nikotinpflastern und Entspannungs-CD`s müsste es dem Raucher eigent-lich leicht fallen, sein Laster jederzeit abzulegen und frei zu sein. Und doch liegt die Erfolgsrate nur bei ca. 10%. Warum schaffen es so viele nicht?

Zigarettensucht entsteht nicht nur im „Kopf“, man kann sie nicht nur mit „Vernunft“ oder „Einsicht“ bekämpfen. Sucht entsteht auch im Körper. Eine nicht ausgeglichene Biochemie, wie zum Beispiel ein Mangel an Aminosäuren sowie Mineralstoffen und Spurenelementen, fördert und fordert geradezu den Griff zur Zigarette. Daher sind bei einer dauerhaft erfolgreichen Raucherentwöhnung sowohl die Ernährungsgewohnheiten, die Biochemie des Körpers als auch die Psyche individuell zu berück-sichtigen, wie zum Beispiel mit Hilfe der Vitalstoffkunde (Orthomolekularmedizin) und Hypnose. Ein persönlicher Ansprechpartner sowie individuelle Betreuung bieten zudem wertvolle Unterstützung in den kritischen Stunden und erleichtern den Weg in die neue Freiheit.

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