Jenseitskontakt (Kontakt zu Verstorbenen)
und Trauerbewältigung
Der Kontakt zum Jenseits und mit Verstorbenen ist für viele Menschen mit gemischten Gefühlen verbunden. Viele haben Angst oder können sich nicht vorstellen, was genau dabei passiert. Das Fernsehen hat seinen Teil dazu beigetragen, den Jenseitskontakt und den Kontakt zu Verstorbenen in ein Licht zu stellen, welches unheimlich und Angst einflößend ist. Er wird sogar als Spuk dargestellt, bei dem Schreckliches geschehen kann. In Wirklichkeit ist ein Jenseitskontakt ein lichtvolles und liebevolles Ereignis, welches Menschen, die einen lieben Verwandten oder einen Freund verloren haben, den Abschied des menschlichen Daseins erleichtert. Den Menschen, die Jenseitskontakte wünschen, geht es darum zu erfahren, wie es ihren Lieben geht – wo er oder sie sich befindet und ob noch etwas mitgeteilt werden möchte. Manchmal ist es auch wichtig zu erfahren, warum gerade eine bestimmte Form des Hinübergehens gewählt worden ist. Dies ist der Fall bei einer schweren Krankheit oder Selbstmord. Auch die Verstorbenen sind sehr glücklich, dass eine Form des Kontaktes gefunden worden ist, da auch sie vieles mitteilen möchten und oft noch Geschehnisse, Unklarheiten und Streitigkeiten bereinigen wollen.
Der Kontakt zu einem lieben Verstorbenen wird hergestellt, indem das Medium den Verstorbenen ruft und ihn bittet zu erscheinen. Dies geschieht während einer spirituellen Sitzung, bei der das Medium der Übermittler der Botschaften ist. Das Medium stellt den Kontakt her, indem es sich in eine Schwingung bringt, bei der es den Verstorbenen wahrnehmen kann. Medien tun dies auf sehr unterschiedliche Weise. Viele führen zuvor ein Ritual aus, bei dem ein Gebet gesprochen wird. In dem Gebet bitten sie um Schutz und Führung während des Kontaktes und um eine reine und klare Verbindung. Kerzen und Räucherwerk runden oftmals das Ritual ab. Nachdem das Medium sein Ritual beendet hat, stellt es den Kontakt zu dem Verstorbenen her. Meistens ruft das Medium in Form eines Gebets den Verstorbenen herbei, wobei es beschreibt, um wen es sich handeln soll. Zum Beispiel: „Ich rufe die Mutter von Birgit Engel und bitte sie zu erscheinen und sich bemerkbar zu machen“. Der Verstorbene teilt zuerst etwas mit, was nur der Hinterbliebene wissen kann. Dies kann ein Geschehnis oder etwas anderes sein, an dem erkennbar ist, dass es sich um ihn handelt. Manchmal zeigt der Verstorbene auch ein Bild, welches dann das Medium dem Hinterbliebenen beschreibt. Bei den Mitteilungen handelt es sich um Geschehnisse, die der Hinterbliebene ganz eindeutig einordnen kann. Für das Medium hingegen sind es manchmal Aussagen, die überhaupt keinen Sinn ergeben. Doch darum geht es auch nicht, wichtig ist, dass der Verstorbene den Hinterbliebenen etwas mitteilt, an dem dieser genau erkennt, um wen es sich handelt. Es ist eher selten der Fall, dass der Verstorbene seinen Namen mitteilt, dies ist mir von vielen Medien berichtet worden. Was auch Sinn ergibt, da es sehr viele Verstorbene mit dem gleichen Namen gibt, doch immer nur einen Verstorbenen, der mit dem Hinterbliebenen eine gemeinsame Geschichte hat. In den meisten Fällen kann das Medium den Verstorbenen auch sehen. Der Verstorbene zeigt sich zuerst so, wie er
aussah, als er noch gelebt hat, kurz bevor er hinüber gegan-gen ist ins an-dere Reich. Er besitzt seine menschliche Form und Ge-sichtszüge. Ist es ein älterer Mensch, zeigt er oder sie sich zuerst auch so,
während der Sit-zung, allerdings wird er fast immer jünger. Seine Energie wird reinstes Licht. Ist die Verbindung gut hergestellt, können offene Fragen gestellt werden. Dabei geschieht es nicht gerade selten, dass die Verstorbenen von alleine ganz viele Fragen beantworten – Fragen, die für beide sehr wichtig sind.
Hier möchte ich eine sehr häufig gestellte Frage beantworten: Wo ist der Verstorbene direkt nach dem menschlichen Tod? Die Antwort, die die Verstorbenen geben, ist, dass sie sich an einem Ort befinden, der „Rückschau“ genannt wird. Der Ort sieht allerdings für jeden Verstorbenen anders aus. Einige haben davon berichtet, dass sie in einem großen Lesesaal seien, dort stehen viele Bücherregale, die voll sind mit Büchern, in denen sehr viel Wissen steht. Die Bücherregale scheinen ins Unermessliche zu reichen. Der Verstorbene hat sehr große Freude daran, das Wissen zu erhalten. So hat er dort Gelegenheit, sein Wissen zu vervollständigen und dabei eine Rückschau zu halten. Andere berichten von einem Ort, der aussieht wie eine große Blumenwiese – unendlicher Frieden soll dort herrschen. Die Blumenwiese lädt den Verstorbenen ein, sich nieder zu lassen und eine Rückschau in das vorherige Leben zu halten. Andere erzählen von einem kleinen Bach, an dem sie sitzen – alles ist still, der Bach lädt sie ein, ihre Füße ins Wasser zu tauchen und ihre Rückschau zu halten. Der Verstorbene wählt dabei den Ort, an dem er sich befinden möchte, aus. Doch haben alle eines gemeinsam: Sie sind voller Licht, Frieden und Ruhe, so dass der Verstorbene alles noch einmal erfahren darf, was er im vorherigen Leben erlebt hat. Hier kann er für sich die Lernerfahrungen vertiefen. Während der Rückschau ist der Verstorbene in dem Sinne alleine, dass keine anderen Seelen bei ihm sind. Doch viele Engel und Lichtwesen sind da und helfen ihm, Erkenntnisse aus der Rückschau zu erhalten. Nach der Rückschau gelangt der Verstorbene auf eine andere Ebene, dort sind viele Seelenfreunde bei ihm. Hier angekommen plant er seine nächste Wiedergeburt mit den Lernschritten, die er dabei erfahren möchte. Von dort kann er seine Lieben, die noch auf der Erde weilen, unterstützen. Sehr häufig geschieht es, dass ein Verstorbener seinen lieben Hinterbliebenen von dieser Ebene aus zur Seite steht und zwar so lange, bis sie ihn nicht mehr brauchen. Diese Ebene habe ich „Ebene der geistigen Führer“ genannt.
Die Energie während des Jenseitskontaktes wird von Liebe getragen. Viele Engel und Lichtwesen sind während der Sitzung anwesend und unterstützen den Kontakt. Das Wissen, wie es ihren Lieben geht, wo sie sich befinden, die Klärung der Fragen oder Umstände helfen den Hinterbliebenen, mit der Trauer leichter fertig zu werden. Sie erkennen, dass alles weiter geht, dass sie den Verstorbenen nicht verloren haben, sondern dass es ein Abschied von einer Form des menschlichen Beisammenseins ist. Aber auch, dass sie sich jederzeit in einer anderen Form nahe sein können. Es ist die Form des spirituellen Beisammenseins, die Form des seelischen Beisammenseins, die Form, in der die reine und klare Liebe zwischen ihnen ist.
Es ist eine wichtige und wundervolle Arbeit,
die Leid und Schmerz in Licht und Liebe wandelt.
Birgit Aulich, Baesweiler
www.angelusdoron.de