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Tue Deinem Körper Gutes, damit Deine
Seele Freude hat, darin zu wohnen 


Womit tun wir uns heutzutage alles Gutes? Vorgabe: spazieren gehen, lesen, Sport, Sauna, Kulturbesuche und Essen. Bei welchem Punkt stimmen wohl die Meisten zu? Hätten Sie eventuell auch an Essen … und dann noch an … gedacht? Heutzutage ist Essen eine Form des Genusses und bedeutet oft, sich etwas zu gönnen. Es geht schnell, und fast immer und überall bekommen wir etwas. Außerdem ist es bei den meisten Menschen mit positiven Erinnerungen verbunden. Und im Gegensatz zu anderen Wohltaten ist es auch noch recht preiswert. Jetzt denken Sie bitte nicht, dass ich den Feldzug gegen Essen als Genuss angehen möchte. Nein, ich möchte Sie vielmehr dazu einladen, sich dessen bewusst zu werden, welche Rolle Essen in Ihrem Leben spielt.

Wie schnell stecken wir uns – grad mal so – etwas in den Mund? Ohne uns dessen bewusst zu sein oder Gedanken darüber zu machen. Warum brauche ich das jetzt? Welcher Teil in mir fordert gerade die „Schokolade“ oder das leckere Stück Käse? Die Wahrnehmung dafür, was unser Körper und auch unsere Seele tatsächlich brauchen, ist bei vielen Menschen mehr oder weniger stark verkümmert. Mir selbst ist das vor einigen Jahren sehr bewusst geworden. Manchmal habe ich gegessen, weil meine Seele danach verlangte. Und oft war ich mir gar nicht im Klaren, warum ich dann essen musste. Ein gewisses Hungersignal war da, obwohl ich erst vor ein bis zwei Stunden etwas gegessen hatte. Viel zu früh! Hatte da etwa meine Seele Hunger?

Es hat sich für mich gelohnt, diesem kleinen Gedanken beharrlich nachzugehen und im Laufe der Zeit entdeckte ich immer mehr, wie viel Wahres darin zu finden war. Ja, es ist tatsächlich so, dass ich manchmal ein Hungergefühl hatte, obwohl es nicht der Körper war, der versorgt sein wollte, sondern doch eher die Seele. Es war ein bisschen so, wie mit dem pawlowschen Hund. Ich hatte „gelernt“, meine Seele zu trösten, indem ich meinem Körper etwas zu essen gab. Und nun zeigte mein Körper Hungersignale, um mich zu veranlassen, meine Seele erneut mit Essen zu trösten. Natürlich ist dieser Trost nur von kurzer Dauer. Denn im eigentlichen Sinne ist es KEIN Trost, sondern nur Ablenkung vom Schmerz. Durch das Essen änderte sich ja an der Ursache für meinen seelischen Hunger gar nichts. Was ich dann lernte, war für mich von wesentlich größerem Wert. Ich lernte wahrzunehmen, ob mein Hunger körperliche oder seelische Ursachen hatte und immer besser gelang es mir, angemessen zu handeln: essen, wenn der Körper Hunger hatte und besser für meine Seele sorgen, wenn es ihr nicht gut ging.

Wie war es nur zu dieser Verwechslung ge-kommen? Ganz genau lässt sich das nicht ohne weiteres sagen. Vielleicht war es so, dass mir klar war: „Essen tut mir gut.“ Und vielleicht war es auch so, dass ich als Kind das ein oder andere Mal Schokolade zum Trost bekommen habe, wenn ich mit Tränen in den Augen ankam und niemand einen Rat wusste, wie sie sich auf andere Weise trocknen ließen. Vielleicht war es so, dass ich dann selbst nach Schokolade gegriffen habe, wenn ich mir nicht zu helfen wusste. Und irgendwann war es dann auch nicht mehr wichtig, ob es Schokolade oder etwas anderes Leckeres war – Hauptsache „Essen“.

Mittlerweile weiß ich, dass dies nicht die einzige Möglichkeit ist, sich in die Irre zu führen. Bei manchen ist es ein Gefühl von Schutz, den sie durch eine gewisse Körperfülle erfahren, bei anderen ist es das Gefühl, besser wahrgenommen zu werden und mehr zu gelten, wenn der eigene Körper fülliger ist – etwa im Sinne von: Ich bin präsent – ich bin DA. Nicht zuletzt kann dieser Druck, etwas essen zu wollen oder gar zu müssen auch mit Autoagression zu tun haben. Ein Phänomen, das durchaus einen eigenen Artikel wert ist.

Der Hunger kann aber auch andere Ursachen haben. Kennen Sie das auch, Sie essen was richtig Gesundes, wie z. B. Obst oder eine Portion Rohkost, und grad mal eine Stunde später gibt ihr Körper das Signal „Hunger“, was eigentlich nicht sein könnte.

Nun, in diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es tatsächlich Hunger ist, Ja! Ihr Körper hat tatsächlich Hunger. Aber nicht, weil er nicht genug Kalorien, sprich Energie bekommen hat, sondern weil ihm etwas fehlt – nämlich Eiweiß und Fett. Unser Stoffwechsel braucht in jeder Mahlzeit Kohlenhydrate, Eiweiß UND Fette – und das auch noch – von Mensch zu Mensch verschieden – im richtigen Mengenverhältnis. Wenn ich also zu dem Obst, wie es auch schon viele Heilpraktiker und Ernährungsexperten empfehlen, z. B. Nüsse esse (sie enthalten Eiweiß und Fett), dann kann mein Stoffwechsel besser funktionieren. Wenn ich dann noch das Verhältnis von Obst und Nüssen zu mir nehme, das für mich persönlich richtig ist, dann freut es den Körper erst richtig. Er ist jetzt in der Lage, alle Zellen gut zu versorgen. Das wiederum bedeutet, dass z. B. auch das Nervenkostüm stabiler wird, weil die Nervenhüllen sich optimal aufbauen können und auch alle anderen Körperzellen bestens versorgt werden. Es gibt keine Ablagerung von Schadstoffen und Schlacken, weil die „Verbrennung“ optimal ist. Allerdings braucht unser Körper, damit das gewährleistet ist, in jeder Mahlzeit die richtige Menge an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett und zu dem auch noch die richtigen Lebensmittel. Denn, was dem Einen gut tut, ist für den Anderen noch lange nicht gut. Damit wären wir bei einem weiteren Punkt.

Manchmal sind wir „sauer“, nicht nur auf psychischer Ebene, sondern viel häufiger auf körperlicher Ebene. Im sauren Milieu kann der Stoffwechsel nicht optimal ablaufen, und der Körper lagert z. B. Schlacken im Gewebe ab. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung macht z. B. Fleisch nicht jeden sauer, sondern es gibt auch Menschen, die durch gesundes Gemüse sauer werden – je nachdem, was sie für ein Stoffwechseltyp sind. Als ich das das erste Mal gehört habe, konnte ich es kaum glauben. Nachdem ich dann mal geschaut habe, wie viele Diäten es gibt, die bei dem Einen sehr erfolgreich und bei dem Anderen weniger erfolgreich sind, war auch das mit dem „Sauersein durch zu viel Obst“ für mich nicht mehr auszuschließen. Wir sind nicht nur in unserem Aussehen und Charakter individuell verschieden, nein, wir sind es auch in unserem Bedarf an Nährstoffen. Manchmal kann man dieses Phänomen auch bei seinen Kindern beobachten (wenn man denn welche hat). Da isst der Eine seine Ostersüßigkeiten in zwei Tagen auf und der Andere hat nach den Sommerferien noch immer Reste übrig. Vielleicht haben Sie auch schon einmal beobachtet, dass es Menschen gibt, die nach einem Stück süßen Kuchen am liebsten noch ein Stück Käse obendrauf essen. Dem einen Menschen geht es mit reichlich Kohlenhydraten sehr gut und der nächste braucht eher Eiweiß und mehr Fett. Sollten Sie solche Phänomene auch bei sich beobachten, so forschen Sie einmal nach, was Sie in der Kindheit am liebsten gegessen haben. Als Kind ist unser Empfinden für das, was unser Körper wirklich braucht, noch viel ausgeprägter. Erst im Laufe der Jahre und z. T. durch Erziehung, aber auch durch chemisch veränderte Lebensmittel, zu viel Stress, Genussmittelkonsum, … geht uns meist (zum Glück nicht allen) dieses natürliche Empfinden für unseren Bedarf an den richtigen Nährstoffen verloren.

Sollten auch Sie nicht mehr so genau spüren, was Ihr Körper braucht, messe und berate ich Sie gerne. Vielleicht finden Sie auch lieber selbst heraus, zu welchem Ernährungstyp Sie gehören. Dann sollten Sie das Buch von Wollkott lesen. Die beiden anderen Empfehlungen können Ihnen helfen, Ihre Erkenntnisse erfolgreich umzusetzen.


Buchempfehlungen:

Essen, was mein Körper braucht
von William L. Wolcott

Nie wieder Heißhunger
von Cora Besser-Siegmund

Runter von den Pfunden
CD von Robert Betz




Monika Jung
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Tel: 02408 725 4874
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