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 Rosa & Rosander auf Weltreise

Teil 9

Rosa und Rosander zogen weiter durch Madagaskar. Sie gingen langsam, da sie sich erst mal ein wenig erholen mussten von den vielen Abenteuern hier auf der kleinen Insel vor dem großen Kontinent Afrika.

Irgendwann kamen sie an einen Hafen. Hier trafen sie die Männer aus dem Karneoldorf wieder. Einer war damit beschäftigt, große Kisten und Säcke mit Karneol auf ein Schiff zu laden. „Was macht Ihr denn hier“, fragt Rosander? Der Mann war erfreut ihn zu sehen und erzählte aufgeregt, dass er einen Geldgeber gefunden habe, der mit ihm zusammen den Karneol nach Afrika und Europa bringe. „Dort werden daraus Schmuck und andere schöne Gegenstände gemacht. Wir lernen dort auch, wie wir den Stein bearbeiten können, so dass wir es später selber fertigen können.“ Das freute Rosander sehr, da es ursprünglich seine Geschäftsidee war. Er war sehr stolz auf seine Freunde und genoss es, daran Teil zu haben. Sie standen mittendrin in dem Treiben und fanden es sehr aufregend. Überall wurde gehoben, geschoben, geschuftet, geschrien. Es war eine ganz besondere Stimmung in diesem kleinen Hafen. Jeder packte mit an und im Nu war das Schiff beladen. Da der Kapitän ihr neuer Freund war, lud er sie ein, auf große Fahrt nach Afrika mit zu kommen. „Steigt in das Boot, euch haben wir alles zu verdanken. Ihr seid unsere Glückbringer.“ Rosander strahlte Rosa an und sie wusste, es ist o.k. Also ging’s auf nach Afrika. Rosa wusste nicht genau, wo Afrika lag, aber sie wusste, dieses Ziel war gut für sie.

Die Überfahrt war ruhig und dauerte nicht lange. Nach einigen Tagen kamen Sie an der Ostküste des schwarzen Kontinents an, in Dar es Salaam, dem Hafen von Tansania. Sie halfen noch bei den Formalitäten im Hafen und verabschiedeten sich dann vom Kapitän und der Mannschaft.

Rosa war sehr froh, dass sie wieder festen Boden unter den Füssen hatte. Sie freute sich darauf wieder einmal eine Stadt zu erleben, mit buntem Treiben und vielen Menschen.

Hier in Tansania, in der Hafenstadt Dar es Salaam, wollten sie sich umschauen und etwas Stadtluft schnuppern. Rosa fühlte sich schon seit einigen Tagen nicht wohl, sie wusste nicht genau was los war. Sie war sehr müde und manchmal war ihr schwindlig. Auch ihr Körper hatte sich verändert. Sie spürte, dass sie Frau wurde. Sie hoffte, dass die Stadt sie etwas ablenken und sie wieder fitter werden würde. Aber die vielen Menschen, der Lärm und Gestank in der Großstadt belastete sie noch mehr. Sie war schlapp, der Kopf tat weh und das Herz pochte in ihrer Brust.

Rosander nahm sie an die Hand und sie liefen in einen Hinterhof um sich auszuruhen. In dem Hinterhof waren überdachte Nischen. In jeder Nische saß eine Frau, die an grünen Steinen arbeitete. Es entstanden im Nu wunderbare kleine und große Gemälde, Tierformen und Gefäße. Die Hände der Frauen flogen wie Präzisionsmaschinen über den Stein, und es entstanden schöne Kunstwerke.

Für einen kurzen Moment war Rosa abgelenkt von ihrem Unwohlsein. Durch die brütende Hitze jedoch wurde ihr schwarz vor Augen und ihr Herz pochte, als wolle es aus ihrer Brust springen. Rosander brachte sie in eine der Nischen in den Schatten und legte sie behutsam auf den kühlen Fußboden. Sofort kam eine der arbeitenden Frauen zu Hilfe. Sie legte Rosa ein Tuch unter den Kopf und einen grünen Stein in Herzform auf ihr Herz. Dann legte sie ihre Hände auf Rosas Hände. Beruhigend sprach sie einige Worte und Rosa versank in einen tiefen Schlaf.

Rosander erschrak etwas, aber er hatte Vertrauen zu der Frau, da sie wunderschöne tiefgrüne Augen wie seine Mutter hatte. Sie nickte ihm freundlich zu, erst jetzt sah er, dass sie sehr alt war. Ihr Gesicht war voller Falten, ihre Augen jedoch strahlten viel Herzenswärme und Lebensenergie aus. Schlafend blieb Rosa einen Moment mit dem Herzen auf der Brust liegen. Ihr Herz nahm die ganze Energie des Steines in sich auf. Es war der Schlaf der Herzensenergie und Lebenskraft.

Als ihr Herz gefüllt war, öffnete sie ihre Augen, schaute sich um und wusste wieder wo sie war – im Hinterhof bei den Frauen. Rosander saß immer noch neben ihr und streichelte ihre Hand. Es war nur ein Moment vergangen, aber sie fühlte sich wie ausgewechselt. Ihr Herz schlug wieder gleichmäßig, der Kopf war aufgeräumt, die Schultern waren locker, ihr Körper fühlte sich pudelwohl. Sie nahm das Herz in die Hand und betrachtete es. Dunkle und helle Streifen zogen sich durch den Stein, auch dunkle und helle Flecken und Zeichnungen waren zu sehen. Viele Bilder und Gesichter hatte der Stein. Wunderschöne Zeichnungen, wie von einem Künstler mit einem Pinsel angebracht.

Die Frau mit den tiefgrünen Augen stand neben ihr und streichelte ihren Rücken. Rosa bedankte sich mit einem tiefen Blick in ihre Augen. Dann hielten sie sich an den Händen fest und lächelten sich an. Rosa spürte eine zarte Energieströmung von Herz zu Herz. Sie füllte sich mit der Liebe dieser Frau und wurde zur Frau.

Das war ein völlig neues Gefühl für Rosa. Ihr Herz öffnete sich und sie hörte eine Stimme:

„Willkommen in der Welt der weisen Frauen. Ich bin Mutter Erde, höre mir gut zu: Trage das Malachit-Herz und lebe ein glückliches Frauenleben. Halte es in Ehren und tue Gutes. Ich, Mutter Erde, umarme Euch alle mit meinem ganzen Herzen durch den Malachit. Ihr weisen Frauen, ihr Seelenschwestern, ihr heilenden Hände, erzählt es weiter: Der Malachit nimmt den Schmerz der Menschheit auf und schenkt Bewusstsein in die Herzen der Menschen und im ganz Besonderen in die Herzen der Frauen. Alle Frauen sollen Malachit tragen, dann empfangen sie in Liebe, dann tragen sie das Kind in ihrem Leib in Frieden, und dann werden sie es mit Urkraft gebären. Ihr, Töchter der Erde, dürft es weitertragen, hinaus in die Welt.“

Rosa spürte, dass sie nicht mehr dieselbe war. Sie strahlte und öffnete die Augen.

Die alte Frau drückte sie an ihre Brust und sprach: „Schön, dass ich dich begleiten durfte auf deinem Weg zur Frau. Nimm das Malachit-Herz mit, es wird dich immer an deine Frauenkraft erinnern.“

Rosa bedankte sich mit zwei wunderschönen Rosenquarzstücken und drehte sich zu Rosander um. Er lehnte an der Mauer und beobachtete alles. Er wusste nicht was geschah. Zusammen gingen sie aus dem Hinterhof, zurück in das Treiben. 

Rosander fragte: „Was hat die Frau mit Dir gemacht?“ „Es war schön, mach dir keine Sorgen, das sind Frauengeschichten. Jetzt geht es mir wieder gut.“ Mehr wollte sie nicht erzählen, er konnte es sowieso nicht verstehen, er war ja nur ein Mann.

Auf dem Markt sah sie an einem Stand einen schönen Spiegel. Hier betrachtete sie sich heimlich etwas genauer. Sie sah, dass sie weibliche Rundungen bekommen hatte, ihr Gesicht kantiger wurde, ihre Lippen voller waren. Sie wuchs zur Frau heran.

Noch verzückt von ihrem eigenen Anblick wurde sie jäh mit einem Schups von Rosander wieder zurück ins Leben geholt. „Rosa, was ist los mit Dir? Komm, wir müssen weiter.“ Sie lächelte ihn an und war dankbar, dass er so nüchtern war. Sie wäre am liebsten in die Luft gesprungen vor Glück. Mit Frauenliebe und Selbstbewusstsein im Herzen ging sie weiter mit Rosander über den Markt von Dar es Salaam. Es war herrlich hier. Mit dem Malachit-Herz in der Hand konnte sie die Stadt genießen. Und sie sah, dass sich ein junger Mann nach ihr umdrehte, das gab ihr ein gutes Gefühl. 



Der Malachit hilft körperlich bei Gelenkproblemen und Schmerzen. Er ist gut für das Herz und hilft gegen Asthma. Ein sehr guter Freund für schwangere Frauen. Durch die Schmerzlinderung hilft er sehr gut bei Menstruationsbeschwerden. Er schenkt uns Lebensfreude und Balance im Leben. Der Malachit reinigt die Seele von negativer Energie, dadurch können wir uns  leichter zu uns selbst hin entwickeln.


Das Buch Poesie der Steine, die Weltreise mit Rosa und Rosander
erscheint im April 2009.

Auf unserem Energiefest 18. und 19. April können Sie das Buch und die Steine erleben. Lassen Sie sich in Ihrer Seele berühren.



Susanne Weissenrieder
Het Steenhuis, Vaals-Lemiers

 

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